Meditation: Warum und wie

Wir alle suchen nach Frieden, Harmonie, Ruhe und Freude. Jeder Mensch trägt die Sehnsucht danach in seinem Inneren.

In unserem Außen sieht es meist ganz anders aus: Hektik, Streß, Frust im Alltag, Unfrieden in unseren Beziehungen zu anderen, Krieg und Chaos auf unseren Straßen, in unseren Schulen, an unseren Arbeitsplätzen und, nicht zuletzt, auch in unseren Körpern…

Unsere Suche nach dem Gegenteil oder Ausgleich im Außen ist – da nicht langfristig erfolgreich – zusätzlich frustrierend und erschöpfend.

Wir können keinen Frieden auf der Welt finden, nur in uns selbst. Wir suchen also vergeblich im Außen, was wir nur im Innen finden können.

Teil meiner Reiki-Ausbildung sind deshalb auch Meditationsübungen.

Mit Meditation gehen wir nach Innen, wir wenden uns achtsam uns selbst zu, unseren Gedanken und Gefühlen, unserem Körper, unserem Herzen und unserer Seele, um das wahrzunehmen, was wir sonst meist nicht bewusst wahrnehmen. Es geht dabei nicht darum das Wahrgenommene (z.B. auch Angst, Schmerz, Traurigkeit oder Wut) zu verändern, “weg” zu machen, sondern nur darum es wahrzunehmen, verschwinden wird es daraufhin (irgendwann) von selbst.

Feststellen, was in uns ist und damit in Akzeptanz und (Selbst-)Liebe gehen. Alles was da (in Ihnen) ist – darf im Augenblick auch da sein! Wir sagen nicht “Nein” oder “Verschwinde” dazu (= Verdrängung), aber wir geben dem während der Meditation auch keine Energie!

Wir stellen fest, es ist etwas da, werten es nicht, lassen es wie es ist und bleiben achtsam (z.B. auf die Atmung). Wir ignorieren diese (vielleicht schmerzvollen) Empfindungen, nachdem wir sie bewusst wahrgenommen haben, genauso wie unsere Gedanken (die immer wieder kommen) und kehren stets einfach wieder zurück in unsere Achtsamkeit auf das Hier und Jetzt, auf den Moment in dem unser Leben statt findet.

So verwandelt sich alles im Prozess der Achtsamkeit, der Meditation ist.

Mit Meditation bringen wir uns in einen Zustand des reinen bewusst seins und des Einsseins mit dem Universum. In diesem Zustand können wir zur Ruhe kommen, in Kontakt mit uns selbst, Frieden schaffen und aufräumen, in uns selbst.

Wir reinigen sozusagen das Haus, bevor der Gast (Reiki, Lebensfreude, Gesundheit, etc.) hereinkommen und sich dauerhaft wohlfühlen kann. Denn: wie im Innen – so auch im Außen.

Wir sollten möglichst täglich, 20-60 Minuten eine oder zwei Meditationen durchführen. Gönnen Sie sich stündlich eine bis fünf Minuten der Achtsamkeit – des bewussten Atmens. Nehmen Sie auch im Alltag von starken Emotionen ganz kurz Abstand und finden Sie Klarheit und Frieden, in dem Sie aus der Emotion für einige Momente in die achtsame Atmung gehen. Sie entziehen damit der Emotion die Energie und lenken Sie zurück zu sich selbst und in den bewussten Moment, ohne die Emotion nicht haben zu wollen, sie darf in Ihnen sein – aber sie wird JETZT gerade, nur für diesen Augenblick, einfach unwichtig, während Sie achtsam atmen, hören, riechen, spüren.

Zum meditieren sitzt man am besten auf einem bequemen Stuhl mit Rückenlehne (oder auf einer Meditationsbank, bzw. -kissen). Halten Sie den Rücken gerade, die Füße stehen auf dem Boden. Man kann auch kniend, im vollen oder halben Lotus-Sitz meditieren, auch gegen meditieren im Liegen, spricht nichts, ausser der grösseren Gefahr des Einschlafens.

Meist geht das Meditieren leichter, wenn der Rücken gerade ist, der Kopf weder nach vorne, noch nach hinten oder zur Seite hängt. Stellen Sie sich vor, Ihr Kopf sei an einem mit Helium gefüllten Ballon angebunden, der ihn sanft in der perfekten Position hält.

Man kann mit oder ohne Musik oder angenehmen Klängen (z.B. Waldgeräusche, Meeresrauschen, Klangschalen) und alleine oder in der Gruppe meditieren. Seien Sie dabei aber immer ganz bei sich selbst!

Wenn Sie Ihre Sitzposition ändern müssen, dann bewegen Sie sich in Zeitlupe: langsam und bewusst.

Sie können auch meditativ spazieren gehen, sogar joggen.

Meditation bedeutet ganz einfach mit allen Sinnen vollkommen im Hier und Jetzt zu sein, absolut gegenwärtig zu sein. Unserem inneren Denker, unseren Gedanken und Ideen (und Problemen) die Aufmerksamkeit (und damit Energie) zu entziehen und sie auf unseren Körper und unsere Empfindungen zu lenken. Der Kern dieses inneren Übungsweges ist das aufmerksame Lauschen und Achten auf unser Umfeld, auf unseren Körper, auf unseren Geist, auf unser Herz und die Welt um uns herum, ohne zu bewerten oder aktiv Einfluss zu nehmen.

Verfolgen Sie den Einatem. Verfolgen Sie den Ausatem. Beeinflussen Sie ihn nicht. ES atmet Sie, Sie sehen zu und spüren nach.

Jedes Mal, wenn Ihnen bewusst wird, dass Sie sich in Gedanken, Planungen oder Erinnerungen verloren haben, lassen Sie diese Gedanken wieder los und kehren zu Ihrem Atem zurück. Wenn Gefühle aufsteigen, lassen Sie diese kommen, gehen Sie nicht hinein aber nehmen Sie sie wahr und kehren Sie zu Ihrem Atem zurück. Wenn Tränen aufsteigen, lassen Sie sie laufen und kehren Sie zu Ihrem Atem zurück. Wenn ein Lachen kommen will, lachen Sie und kehren Sie zu Ihrem Atem zurück. Wenn ein Schrei kommen will, schreien Sie und kehren Sie zu Ihrem Atem zurück. Nichts unterdrücken, nichts verdrängen und auch bei nichts bleiben, ausser Ihrem Atem und dem bewussten Moment.

Es geht nicht darum etwas zu erreichen. Entspannen Sie sich, so gut wie Sie sich entspannen können und kehren Sie immer wieder zu Ihrer Achtsamkeit zurück.

Die (kurzen) Momente in denen Sie achtsam sind und an nichts denken, sind Momente des reinen Bewusstseins. Wir sind es gewöhnt immer irgendetwas zu denken und mit allem in Wertung zu gehen. Wir können jedoch trainieren, diese Zeitspanne des reinen sich Bewusstseins mehr und mehr zu verlängern.

Folgende Fragen können anfangs hilfreich sein, das Gedankenkarussell für einige Augenblicke anzuhalten:

Woran denke ich gerade?
Warum denke ich gerade daran?
Was wird mein nächster Gedanke sein?
Was hätte mir sonst wohl einfallen können?

Sie können auch Wirkmeditationen machen. Eine geführte Meditation z.B. über Audio-CD oder in einem Meditationskurs eignet sich besonders für Meditationsanfänger, man kann sich auch selbst gedanklich durch eine Meditation führen.

Z.B. durch eine Vergebungsmeditation, eine Mitgefühlmeditation, eine Imaginationsmeditation oder eine Atemmeditation etc.

Wenn Sie Fragen zu Meditation oder Reiki haben, stellen Sie sie hier oder kontaktieren Sie mich für einen unverbindlichen, persönlichen Beratungstermin in meiner Reiki-Praxis in Altdorf, Mittelfranken, ich liege in guter Erreichbarkeit (max. 30 Minuten Fahrtzeit) für Klienten aus den Gebieten in und um Feucht, Nürnberg, Neumarkt, Lauf a.d.Peg, Fürth und Erlangen.

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